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Do. 29. Oktober 15 // 18 Uhr // PH Hochschule Ludwigsburg Hörsaal 1.201

Wieviel Kultur braucht die Gesellschaft?

Gäste:

Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrats und Generalsekretär des deutschen Musikrates

Prof. Dr. Albrecht Göschel, Stadt- und Kultursoziologe, Berlin

Moderation: Prof. Dr. Thomas Knubben, PH Ludwigsburg.

Der Kulturbetrieb läuft immer heißer, der Ausstoß an Bildern, Texten und Tönen wächst und wächst. Und mit ihm die Konkurrenz der Anbieter um Ressourcen und Aufmerksamkeit. Lässt sich die Spirale der kulturellen Betriebsamkeit bis ins Unendliche drehen? Haben kulturelle Angebote auch ein Verfallsdatum oder kann man von Kultur prinzipiell nie genug kriegen? Bietet das Konzept der Kultur- und Kreativwirtschaft eine neue, tragfähige Perspektive oder stellt sie den letzten Schritt dar in der Unterjochung der Kultur durch die Ökonomie?

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Mo. 23. November 15 // 20 Uhr // Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

Was soll das Theater?

Gäste:

Armin Petras, Schauspielintendant des Staatstheaters Stuttgart

Kathrin Tiedemann, Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Forum Freies Theater Düsseldorf

Moderation: Prof. Dr. Elisabeth Schweeger, Künstlerische Direktorin der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

Die deutsche Theaterlandschaft gilt als einzigartig in der ganzen Welt. Den einen dient das Theater der Erbauung und Unterhaltung, den anderen der Vermessung gesellschaftlicher Zustände. Über keinen Sektor des Kulturbetriebs wird indes seit Jahren so intensiv diskutiert und gestritten wie über den Theaterbetrieb. Was kann und soll das Theater heutzutage leisten?

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Mo. 14. Dezember 15 // 20 Uhr // Theaterhaus Stuttgart T3

Was ist gute Unterhaltung?

Gäste:

Cordula Stratmann, Komikerin, Schauspielerin und Schriftstellerin

Prof. Dr. Andreas Schreitmüller, Redaktionsleiter Spiel-/Fernsehfilm ARTE

Prof. Inga von Staden, Leiterin Studienschwerpunkt Interaktive Medien, Filmakademie Baden-Württemberg

Moderation: Adrienne Braun, Kunst- und Theaterkritikerin und Autorin

Die Klassifizierung von Kunst als Unterhaltung hat einen schlechten Klang im deutschen Kunst- und Kulturbetrieb. Kunst darf nicht nur unterhalten, sie muss auch nützlich sein. Gibt es einen Ausweg aus dieser Blockade des Unterscheidens zwischen Unterhaltung und dem Anspruch auf Ernsthaftigkeit? Etwa, indem man die Qualität von Unterhaltung bestimmt? Lässt sich das bewerkstelligen? Oder wird es dann doch gleich wieder sehr ernst?

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Di. 26. Januar 16 // 20 Uhr // Literaturhaus Stuttgart 1. Stock

Was fördert die Kulturförderung?

Gäste:

Adrienne Goehler, Publizistin und Kuratorin, ehemalige Präsidentin der HFBK Hamburg

Prof. Dr. Oliver Scheytt, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft und Professor am Institut für Kultur- und Medienmanagement Hamburg

Moderation: Prof. Dr. Armin Klein, Institut für Kulturmanagement der PH Ludwigsburg

Kultur gilt prinzipiell als schön und gut. Und damit auch ihre Förderung. Mehr noch: Die Bundesrepublik Deutschland versteht sich als ein Kulturstaat. Die im Grundgesetz garantierte Freiheit von Kunst und Wissenschaft schützt ihre Urheber nicht nur vor obrigkeitlicher Einflussnahme, sie verpflichtet den Staat auch zu einer angemessenen Förderung. Damit aber beginnen die Fragen: Woher wissen die Entscheider so genau, was gut und förderungswürdig ist, wo sich die Kritik doch sonst selten einig ist? Wie geht man mit neuen Ideen um, wenn die alten die Etats bereits sprengen? Wie steht es mit den sogenannten Opportunitätskosten, also den Möglichkeiten, die verloren gehen, wenn man sich für eine Sache einmal entschieden hat? Und kann Kulturförderung womöglich auch kontraproduktiv sein?

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Di. 2. Februar 16 // 19 Uhr // Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Neubau 2

Bis die Blase platzt? Frisst der Mammon die Musen?

Gäste:

Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler, Leipzig/München

Prof. Dr. Dirk Boll, Europa-Geschäftsführer von Christie’s London

Moderation: Petra von Olschowski, Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart.

Die Maßstäbe zur Bestimmung dessen, was Kunst ist und was sie ausmacht, haben sich wieder einmal grundlegend verschoben. Sammler und Händler haben die Kunstkritiker und Museumsleute als Herrscher des Kunstsystems zu großen Teilen abgelöst. Was Kunstwerke wert sind, wird nicht zuletzt über Auktionen bestimmt. Hat der Markt damit die Definitionsmacht über Sinn und Bedeutung der Kunst übernommen? Frisst der Mammon die Musen? Droht die endgültige Spaltung der Künstler in einige wenige Heroen und Heerscharen im Prekariat? Oder ist das Ganze nur eine Blase, die irgendwann platzt, ein Irrtum, der sich auflöst? Gibt es ein Entkommen aus dem Dilemma von Kunst und Markt? Ist ein Diskurs über Kunst ohne die Herrschaft des Geldes überhaupt möglich?

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